Vorsicht vor Betrug
Telefonische Betrugsversuche von falschen Polizisten und Bankmitarbeitenden
Derzeit häufen sich Betrugsanrufe von falschen Polizist:innen, teilweise in Kombination mit angeblichen Bankmitarbeitenden.
So gehen die Betrüger vor:
– Sie melden sich telefonisch als Polizei oder Bank und warnen vor korrupter Bankangestellten, Falschgeld oder verdächtigen Kontobewegungen.
– Kund:innen werden aufgefordert, Bargeld von ihrem Bankkonto abzuheben.
– Teilweise sollen die Seriennummern der Banknoten vorgelesen werden, angeblich zur Überprüfung.
– Anschliessend wird ein Kurier angekündigt, der das Bargeld „sicherstellt“ oder abholt.
Wichtig zu wissen:
– Die Polizei und Banken verlangen niemals telefonisch Bargeld, Seriennummern von Banknoten oder die Übergabe von Geld.
– Weder Polizei noch Bank holen Bargeld bei Kund:innen zu Hause ab.
– Es handelt sich immer um Betrug.
Unser Rat:
– Legen Sie sofort auf.
– Geben Sie keine Auskunft zu Konten, Bargeld oder persönlichen Daten.
– Kontaktieren Sie uns oder die Polizei (117) über eine offizielle Nummer.
Bitte informieren Sie Angehörige, insbesondere ältere Personen, über diese Betrugsmasche.
Aktuelle Betrugsmaschen
Betrugsmaschen werden immer professioneller und vielseitiger. Kriminelle versuchen gezielt, Vertrauen zu schaffen, um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Deshalb ist es wichtig, informiert zu bleiben und verdächtige Situationen frühzeitig zu erkennen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der aktuell häufigsten Betrugsarten sowie Tipps, wie Sie sich wirksam schützen können.
Telefonbetrug
Anrufer geben sich bspw. als Bankmitarbeitende, Polizei oder Staatsanwaltschaft aus. Sie bauen Druck auf und fordern Login-Daten oder Bargeldübergaben.
- Nie Passwörter oder Codes am Telefon nennen
- Nie Bargeld oder Wertsachen übergeben
- Auflegen und zurückrufen über offizielle Telefon-Nr.
- Polizei informieren (Tel. 117)
Phishing (E-Mail & Suchmaschinen)
Gefälschte E-Mails oder bezahlte Suchanzeigen führen auf täuschend echte Login-Seiten. Eingegebene Daten werden in Echtzeit missbraucht.
- Keine Links aus E-Mails, SMS oder WhatsApp öffnen
- Nie via Google auf E-Banking zugreifen
- URL immer direkt in die Adresszeile eintippen
- E-Banking-Adresse als Lesezeichen speichern
QR-Codes von Marktplätzen / TWINT
Auf Plattformen wie ricardo.ch oder tutti.ch werden Verkäufer via WhatsApp mit gefälschten QR-Codes kontaktiert, die auf Fake-Zahlungsseiten führen. Weiter werden täuschend echte Nachrichten versendet, die aussehen, als stammten sie von TWINT.
- Nie QR-Codes von unbekannten Käuferinnen scannen
- Nie Kontodaten auf verlinkten Seiten eingeben
- Nur offizielle Zahlungswege der Plattform nutzen
- TWINT QR-Codes immer nur mit der TWINT App scannen.
Schockanrufe («Enkeltrick»)
Angebliche Verwandte oder «Polizisten» melden einen Notfall und fordern sofortige Bargeldabgabe. Besonders ältere Personen sind betroffen.
- Nie Bargeld oder andere Wertsachen übergeben
- Nie unter Zeitdruck handeln
- Rückruf unter bekannter Telefon-Nr. der Person
- Polizei informieren (Tel. 117)
Falsche IT-Supportanrufe
Angebliche Microsoft- oder Bankmitarbeitende bitten, eine Fernzugriffssoftware zu installieren, um so das E-Banking direkt zu manipulieren.
- Nie Software auf Aufforderung installieren
- Nie Fernzugriff auf PC oder Smartphone erlauben
- Sofort auflegen und Vorfall melden
Romance Scam / Anlagebetrug
Online-Bekanntschaften bauen über Wochen Vertrauen auf; dann folgen Geldbitten oder angeblich lukrative Investment-Tipps.
- Nie Geld an unbekannte Personen überweisen
- Nie Kryptowährungs-Wallets von Fremden nutzen
- Familie oder Vertrauenspersonen beiziehen
Kein Passwort, kein SMS-Code
Wir fragen telefonisch oder schriftlich nie nach Zugangsdaten oder Einmalcodes.
Kein Link aus E-Mail
Rufen Sie unser E-Banking nur direkt über unsere Webseite auf; nie via Link.
Keine Geldübergabe an Dritte
Wir schicken niemals jemanden, der Bargeld oder Wertsachen bei Ihnen abholt.
Kein Zeitdruck
Seriöse Banken drängen nicht. Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie jeden Kontakt.
Keine Software-Installation
Unsere Mitarbeitenden fordern Sie nie auf, Fernzugriffsprogramme zu installieren.
Was tun bei Verdacht?
Gespräch sofort beenden
Auflegen, Webseite schliessen, nicht weiterklicken.
Unseren Kundenservice anrufen
Während den Öffnungszeiten: +41 62 738 77 77.
24h-Sperrhotline für Debit Mastercard und TWINT: +41 62 738 77 90
24h-Sperrhotline Kreditkarten: +41 58 958 83 83
Polizei anrufen (Tel. 117)
24h erreichbar.